so, da war ich also betreuer der wimme saari group waehrend ihres aufenthalts und auftritts beim nordischen klang in diesem jahr. am ankunftstag war den ganzen tag schoenster sonnenschein, aber grad als die band ausm zug steigt, faengt es an zu regnen..grossartig..wir also mit dem ganzen instrumentenkram schnell unters bahnhofsdach..am bahnhof stand acuh ein grossraumtaxi, aber ohne fahrer..also hab ich einen anderen taxifahrer gefragt, wo denn der fahrer ist und dieser meinte, dass er nur kurz (!) n kaffee trinken ist...pustekuchen!..nach ner viertelstunde wurde ich misstrauisch und bin mal die kaffeeanlaufstellen am bahnhof abgegangen und hab in jeder gefragt, ob es hier wohl einen taxifahrer gibt..und aeh nein, gab es nicht - dafuer aber viele angebote, dass sie fuer mich auch taxifahrer spielen koennten..hab ich abgelehnt.
endlich kam er dann von irgendwoher und hat uns zum hotel gefahren. in den 3 tagen mit der band bin ich so viel wie noch nie zuvor mit dem taxi gefahren und ich schaetze jeder grossraumtaxifahrer kennt mich jetzt. super. am hotel angekommen, bin ich erstmal den riesen schluesselbund losgeworden, den ich vorrher schon abgeholt hatte. 5 leute - 5 einzelzimmer. leute, also echt! ist natuerlich unzumutbar 2 naechte mit einem bandkollegen in einem zimmer zu schlafen..aber bitte..
danach gings wieder zurueck in die innenstadt - ja, genau MIT einem taxi - zum essen...man sollte ja meinen, dass in einer studentenstadt man wenigstens in den grossen lokalen englisch sprechen koennen muesste oder eine englischsprachige speisekarte haette aber das haben wir weltoffenen greifswalder wohl nciht noetig. also hab ich den abend damit verbracht 5 maennern die speisekarte auf finnisch zu uebersetzen und irgendwas zu empfehlen..die bedienung hat definitiv gemerkt, dass wir finnisch reden, redet aber konsequent deutsch - ja lustig.
aber immerhin weiss ich jetzt, dass mein finnisch gut genug ist, um speisekarten zu uebersetzen und ein gespraech am laufen zu halten. vielleicht lags aber auch an den vodkabonbons ;)
am naechsten tag gings dann zum instrumentenabladen ins theater und von da wollten wir durch die stadt laufen - ein bischen grossstadtsightseeing..aber nach dem abladen, waren ploetzlich nur noch 4 meiner 5 musiker da..ja der saenger fehlte. nach einer suchaktion und schliesslichem telefonat, stellten wir fest, dass er schonmal losgelaufen sei..und wo fanden wir ihn - auf dem marktplatz mit einem bier. bier war uebrigens der grosse renner - ist ja so guenstig hier. mit der konsequenz, dass da jemand irgendwann ganz schoen betrunken war..
soundcheck hat ewig gedauert - man kann sich aber auch an kleinigkeiten aufhalten..der gitarrist war als erstes fertig auf der buehne und sass dann da noch etwa 2 stunden rum...uns wurde auch iirgendwann richtig langweilig..
dann schnell was essen - und wieder uebersetzungsarbeit...ein paar bier und dann ging das gejoike los..joiken ist eine art schmanischer gesang aus lappland. war wirklich toll - zusammen mit der lichtshow war man bald in einer art trance...der saenger ist immer wieder hinter die buehne, um nochmal was zu trinken - das wussten natuerlich nur die band, manu (meine im letzten moment dazugekommene bandbetreuerunterstuetzerin) und ich...und einiges was er da auf der buehne gemacht hat - hundegebell, voegelgeezwitscher, verbeugungen, danksagungen - kam beim publikum als super exzentrische samische singart super an..aber er war einfach nur betrunken =)
- juuso, drums -
- tapani, bassklarinette -
- matti, gitarre, banjo, ukulele -
- wimme, joik -
- tomppu, dj -
dann kam mein grosser augenblick - bin also hoch auf die buehne - mit rosen bewaffnet und bereit "meiner" band zu danken..ale umarmt, der saenger hat mich nur widerwillig losgelassen und der drummer hat mir mit seiner rose auf den po gehauen - und das alles unter den augen meiner professoren..tjaja das sollte mich noch ein wenig verfolgen...heute hat mich mein prof gefragt, was das da auf der buehne war und was ich mit der band gemacht habe...aeh ja..also ich muss weg ;)
danach gings natuerlich wieder zum biertrinken und doeneressen - ja ist alles krass billig hier ;) und am naechsten morgen dann um halb 6 zum bahnhof..
fazit der drei tage: schlaflos, viel bier, lustige musik, viel finnisch, gelaechter, von einer rose getroffen und mein neues finnisches wort, dass ich doch im unterricht ganz oft einsetzen soll: vittumainen...just joo, vielleicht trau ich mich irgendwann ;)
ach da faellt mir ein, dass der saenger gerne kriegscomics liest und daher 2 deutsche worte kannte, die er nach belieben herausgeschrieen hat: ACHTUNG und DONNERWETTER!
4 Kommentare:
True Story! (und warum steht mein Name in Klammern?)
oh, wei ich dich vorher noch nicht erwaehnt hatte - aber ich kann das kurz aendern =)
hups und die true story ging ja noch weiter - aber das kann ich ja schlecht auf dem blog austragen XD
Toni, du vergisst, dass Greifswald eine Weltstadt ist und Deutsch damit eine Weltsprache. Wozu also Englisch? Pf.
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